Viele Aktive in Griesheim gegen NSA und Überwachungsstaat

Widerstand gegen den Überwachungsstaat wird breiter

Am Samstag, den 29. März, trafen sich in Griesheim bei Darmstadt über
400 Aktivisten um gegen Überwachungsstaat und NSA zu demonstrieren.
Aufgerufen hatte das Bündnis „Demokratie statt Überwachung“. Das Bündnis besteht aus dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac, dem Darmstädter Friedensforum, dem DBG Darmstadt und dem Chaos Computer Club.

Die Aktion richtet sich gegen den Dagger-Komplex, einer US-Einrichtung
bei Griesheim, die ein Horchposten von militärischen Nachrichtendiensten
der Vereinigten Staaten ist. De Einrichtung ist Bestandteil des militärischen Komplexes, mit dem die Vereinigten Staaten die Welt umspannen.

Nach einer Auftaktskundgebung am Griesheimer Marktplatz zog eine bunte
Menschenmenge, ausgerüstet mit Friedensfahnen, Guy Fawkes Masken und
selbst erstellten Pappkameras in guter Stimmung zu der abgeschirmten US-Einrichtung.





Der Spaziergang verlief völlig friedlich, weil sich die US-Army – im Gegensatz
zum Vorjahr – zurückhielt und nicht versuchte Kennzeichen und Personalausweise zu kontrollieren. Auch der Staatsschutz unternahm diesmal keine Einschücherungsversuche.

DIE LINKE. Hessen hat die Veranstaltung ebenfalls unterstützt.
Sie schreibt in einer Presseerklärung:
»Obwohl damit die Grund- und Bürgerrechte massiv verletzt und Informationen
auch für völkerrechtswidrige Drohnenangriffe und Foltergefängnisse genutzt werden, gibt es keine längst überfälligen Gegenmaßnahmen der Bundes- und Landesregierung.«

Janine Wissler, Vorsitzende der Landtagsfraktion, nahm auch selbst an der Aktion teil.

Die Abschlußkundgebung wurde von Gernot Lennert (DFG-VK) und einem Sprecher des Bündnisses #StopWatchingUs-Köln bestritten.



Links:
Demokratie statt Überwachung
NSA Schutzbund (über demonstrare.de)
DIE LINKE. Hessen (Pressemitteilung)
Dagger Complex (Wikipedia)
Einschüchterungsversuche des Staatsschutzes
Ort (Open Street Map)