Veranstaltungsbericht: Solidarität mit den Menschen in den syrischen Krisengebieten

15. Dezember 2014  Allgemein

Eine rundherum gelungene und erfolgreiche politische Veranstaltung!

Auf Einladung der Alevitische Gemeinde in Wiesloch berichtete
Heike Hänsel, MdB der Partei Die LINKE von ihrem Aufenthaft im Kriegsgebiet um Kobane und der türkischen Stadt Suruc.

Dem ausgesprochen herzlichen Empfang folgte sodann eine mehr als 2-stündige Veranstaltung mit Übersetzung, eindrucksvollen Berichten mit Bildern von der Front in der Türkei sowie einer mehr als halbstündigen Fragerunde, die von den etwa 112 Teilnehmern ausgiebig genutzt wurde.

Die schon im September/Oktober ’14 geäußerte Kritik an der türkischen Regierung, am Fehlen internationaler Hilfe und an der Politik der Bundesregierung bleibt aufrechterhalten.

Die türkische Regierung hat weder die Grenzen für die Flüchtenden aus Syrien geöffnet und auch sonst keinerlei Hilfe geleistet. Stattdessen wurden Panzer, Wasserwerfer und andere scharfe Waffen gegen Helfer vor Ort eingesetzt, Zelte abgerissen.

Heike Hänsel berichtet vom mutigen und tatkräftigen Einsatz insbesondere durch Frauen, Bürgermeisterinnen und andere kommunale Amtsträger und würdigt deren solidarisches Handeln. Dort werde und solle weiterhin ein Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen stattfinden, als Gegenstück zu Erdogan’s gewolltem türkisch/islamischen Einheitsstaat. Die EU, die USA und Israel verfolgen dort eigene geopolitische Interessen, nicht aber die Interessen von Kurden, Türken und Syrern.

Die Bundesregierung wird weiterhin aufgefordert, Waffenlieferungen an Katar und Saudi-Arabien zu verbieten, damit die Terrororganisation IS nicht von dort waffentechnisch unterstützt werden könne. Jedenfalls nicht mit deutschen Waffen; ebenso die Aufhebung des PKK-Verbotes.

Im Rahmen der sehr kritschen Fragen stellte Heike Hänsel die Position der Partei Die LINKE. klar, die parteiinterne Diskussion zum Waffeneinsatz auch in diesem Kriegsgebiet und wies erneut auf die Tatsache nach hin, daß nach wie vor alleine DIE LINKE.als einzige deutsche Partei eindeutig Stellung bezieht im Sinne der Menschen im Kriegsgebiet.

Die Veranstaltung hat bewiesen, daß auch bei Vorliegen unterschiedlicher religiöser, kultureller und politischer Einstellungen SOLIDARITÄT praktiziert werden kann und muß.

Den Veranstaltern sei hiermit ausdrücklich und herzlich gedankt.

DIE LINKE.

Kreisverband Rhein-Hardt

Der Vorstand (iV. Heinrich L. Stürtz)