Bankenrettung: »Wer rettet wen?«

03. Februar 2015  Allgemein, OV-Brühl (Baden)

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, gerettet und gerettet, nur Rettung ist nicht in Sicht.

»Wer rettet wen?«

ist ein neuer Film, der das in
die Mode gekommene Wort »Bankenrettung« genauer untersucht. Es ist ein Film, der von über 2.000 Menschen finanziert wurde So soll Unabhängigkeit von herrschenden Meinungen erreicht werden. Der Film wird von unserem Ortsverein Brühl-Baden vorgeführt.

»Ein Film von unten für unten« !

Der Film wird in über 180 Städten in Europa zeitgleich aufgeführt, die Kino-Premiere folgt einen Tag später.

Update, 07.02.2014: Schon 220 Städte!

Retten ?????


Web des Films
Das Projekt hat eine eigene Webseite, auf der die Beschreibung desFilms, ein Trailer, die Unterstützer sowie die Karte mit den Vorführungsorten zu finden sind.
Am besten, gleich mal ‚reinschnüffeln!

Steuerzahler finanzieren private Vermögen
Es heißt, Griechenland habe 240 Mrd. € Hilfen erhalten. Gerettet wurden damit aber nur die privaten Banken, Versicherungen und Investmenthäuser. Ihnen gehörten 2009 fast alle griechischen Staatsanleihen. 2012 – drei Jahre danach – sind diese Schulden fast gänzlich auf uns europäische Steuerzahler übertragen! Wir haben dadurch etwa 300 Mrd. € Schulden mehr. Dafür wurden viele reiche Griechen reicher und Hedgefonds, Banken, reiche Privatanleger vor jeglichen Verlusten bewahrt. Aus milliardenschweren »Hilfen« der Steuerzahler sind private Vermögen geworden. Der ansonsten neoliberale Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn
hat ausgerechnet, dass die Fortsetzung der Rettungsschirmpolitik sicher im Interesse der großen Finanzinstitute und der 5% reichsten Individuen der Welt ist. Aber selbst die Bürger der wirtschaftlich stärksten Länder der EU werden um ihre Altersversorgung bangen müssen. Doch Hauptsache, »die Märkte atmen auf«.

Die Macht der »Märkte«
Ständig heißt es, die Märkte seien verstimmt, die Märkte seien enttäuscht. Die Finanzmärkte, das scheint ein besonderes Wesen zu sein, das bei Laune gehalten werden muss. Drei Ratingagenturen dominieren die Parlamente Europas. Ihre Eigentümer sind Händler mit Staatsanleihen, die größten Investmentbanken und Private Equity- Konzerne der Welt. Wenn sie die Daumen senken, zittern Staaten.

Viele Menschen ahnen, dass da etwas schief läuft. Sie fühlen sich ausgeliefert, weil sie das Spiel der Milliarden nicht verstehen. Doch Demokratie hat angesichts der Macht des Finanzmarkts nur eine Chance, wenn Bürger anfangen, ihre Interessen in dem »Spiel der Milliarden« zu erkennen, die wesentlichen Strukturen und Mechanismen des Finanzkapitals zu durchschauen. »Wer Rettet Wen« wird ein Werkzeug dazu sein.

Die Krise als Geschäftsmodell
Man kann das auch als die höchste Form von Raub nennen, den der neoliberale Mainstream der Wirtschafts- und Finanzkapitale mit Hilfe der Politik durchführt. Immer mehr Menschen wenden sich von den Mainstreamparteien ab und Protest wächst heran.

Für den 18. März, zur offiziellen Eröffnungsfeier der EZB in Frankfurt, rufen europaweite Bewegungen zum Protest auf.

Es muß verhindert werden, die
Krise zur Lebensform zu machen !

Protest! Mitmachen!

Zum Film gibt es
auch ein Buch aus
dem VSA-Verlag.

Die folgenden Webseiten liefern Informationen zu Alternativen in der Wirtschaftspolitik: