DIE LINKE. traf sich am Vortag zum Weltfrauentag in Schwetzingen

07. März 2020  Feminismus

Der Ortsverband der Partei DIE LINKE. traf sich am Vortag zum Weltfrauentag, am 07.03.2020, in Schwetzingen um eine Grußkarte mit Blume an Frauen zu überreichen.

DIE LINKE. traf sich zum Weltfrauentag

Ist es wirklich nur der eine Tag, an dem an Frauen und deren Rechte gedacht wird? Nein, mit Sicherheit nicht, aber es ist der Tag an dem sie leider immer noch um Ihre Rechte kämpfen müssen und auf diesen Umstand auch hinweisen.
Immer noch müssen sie gegen häusliche Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, Unterdrückung und um die nötigen Plätze in Frauenhäuser kämpfen. Unbezahlte Pflegearbeit sowie noch 21% weniger Lohn für gleiche Arbeit sind immer noch an der Tagesordnung. Immer noch der Kampf gegen solche Aussagen wie: „Ach stell dich nicht so an“, „Gib doch zu dass es dir auch ‚Spaß‘ macht“, „Du siehst aber Se*y aus“. Grabschereien am Arbeitsplatz, Partys, Bussen und Zügen, Oktoberfest und vieles mehr finden viele „Männer“ immer noch „cool“. Alleinerziehende müssen sich noch immer gegen zudringliche Vermieter zur Wehr setzen, diese verwechseln den Mietzins mit einer Bereitschaft für sonstige „Leistungen“. Andere verbinden ihe Phantasien, z.T. ganz offen, bei einer Besichtigung für eine Mietwohnung mit den Worten „Wenn sie mir ein wenig ‚entgegenkommen‘ kann ich auch was für Sie tun“. Wenn man auch einmal daran denkt, dass unser gewohntes Sozialsystem zusammenbrechen würde, wenn besonders Frauen, sich nicht um unsere Älteren, Pflegebedürftigen im Pflegebereich, aber besonders auch Zuhause kümmern würden.
Genau aus solchen beispielhaften Gründen gehen wir auf die Straße und zeigen damit allen Frauen der Welt Respekt für Ihre Leistungen, Anerkennung für Ihre Arbeit und nicht wegen der Blume einmal im Jahr.

Artikel in der Schwetzinger Zeitung vom 09.03.2020

Wir wollen keine »abenteuerlichen« Schulwege, sondern sichere!

In der Schwetzinger Zeitung war am Samstag ein Artikel mit dem Titel »Schulweg wird für Kinder zum Abenteuer« zu lesen, in dem besorgte Oftersheimer Eltern zu Wort kamen, deren Kinder tagtäglich mit der Buslinie 717 nach Heidelberg zur Schule fahren. Die Eltern prangerten dabei auch an, dass die Busse regelmäßig zu bestimmten Zeiten (insbesondere gegen sieben Uhr morgens) so voll seien, dass dies einerseits zu Sicherheitsmängeln und andererseits zum Stehenlassen von Fahrgästen – auch von Schulkindern – am Oftersheimer Ortsausgang führe.

Dazu unser Oftersheimer Genosse Florian Reck: “Ich fahre täglich mit dieser Linie und muss die Wahrnehmung der Schulkinder und ihrer Eltern bestätigen. Die Linie ist morgens regelmäßig so überfüllt, dass keiner der zwei Busse, die gegen 7:20 in Heidelberg ankommen, am Ortsausgang von Oftersheim, an der Haltestelle »Hardtwaldring« überhaupt noch Fahrgäste einsteigen lassen kann. Schon am Oftersheimer Bahnhof, der ersten Haltestelle in Oftersheim, muss man Glück haben, einen Sitzplatz zu bekommen. Schon öfter habe ich außerdem bei unerwarteten Bremsmanövern auf der Bundesstraße gefährliche Situationen erlebt. Die Situation ist oft katastrophal. Und wer erwartet, dass ein Busfahrer, der an einen engen Fahrplan gebunden ist, auf der Bundesstraße 60 fährt, wenn Fahrgäste im Bus zum Stehen gezwungen sind, täuscht sich gewaltig! Der Takt könnte dann nicht annähernd eingehalten werden, und die Linie hat ohnehin aufgrund der langen Strecke, die sie zurücklegt, häufig Verspätungen. Dass die Fahrerinnen und Fahrer der BRN dadurch angehalten sind, die 60km/h-Regel auf der B 535 zu brechen, kann niemanden verwundern. Dabei muss doch klar sein: Wir wollen keinen ›abenteuerlichen‹ Schulweg für unsere Kinder, sondern wir wollen die Gewissheit haben, dass sie immer sicher in der Schule ankommen, oder?“

DIE LINKE. SchwetzingenPLUS ist überzeugt, dass ein attraktiver, kostengünstiger – eventuell mittelfristig sogar ticketfreier – und sicherer öffentlicher Nahverkehr zwingend notwendig ist, um den Herausforderungen des Klimawandels, aber auch der zunehmenden Bodenversiegelung, entgegen treten zu können. Pünktlichkeit und Sicherheit sind dabei allerdings die Grundlage aller weiteren Überlegungen. Wenn bei uns schon diese »Basics« regelmäßig nicht funktionieren, scheint es umso utopischer, über eine ökologische und soziale Verkehrswende zu debattieren, die jetzt notwendig wäre.

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Erneute Demo nach Ereignissen in Thüringen

10. Februar 2020  Faschismus

Dank an alle Teilnehmerinnen!

Gestern, 09.02.2020, kamen etwa 160 Menschen zusammen um gegen die Vorgänge in Thüringen ein klares Zeichen zu setzen. Aufgerufen zur Demo haben u.A. DIE LINKE. Heidelberg, DIE LINKE. Schwetzingen, SPD Heidelberg, Grüne Heidelberg, Jusos Heidelberg, Linksjugend [‘solid] Heidelberg/Rhein-Neckar, Grüne Jugend Heidelberg. Sehr erfreulich war, dass auch Junge Liberale mitgemacht haben.

F. Reck (DIE LINKE. SchwetzingenPLUS) moderierte die Kundgebung. In seiner Einleitung plädierte er für eine geschlossene Einheit aller demokratischen Kräfte und rief dazu auf, die #AfD und alle faschistischen Kräfte zu schwächen wo sich die Gelegenheit bietet.

Anbei noch der Link zum Bericht in der RNZ.

OV Schwetzingen besucht Synagoge: Gemeinsam für die Demokratie.

07. Februar 2020  Demokratie und Rechtsstaat

Einige Mitglieder des Ortsverbandes SchwetzingenPlus der Partei DIE LINKE haben sich am Donnerstag um 16 Uhr vor der neuen Synagoge in Heidelberg getroffen. Anlass waren eine Führung und ein Gespräch mit Rabbiner Pawelczyk-Kissin. Den Bildungs- und Solidaritätsbesuch hatten die Linken bereits unmittelbar nach dem Attentat von Halle mit dem Rabbinat vereinbart.

Bevor es aber in die Räume der jüdischen Gemeinde ging, traten die Besucher vor der Synagoge noch zu einem Gruppenfoto zusammen, das zugleich ein Zeichen setzen sollte, sich jederzeit konsequent für eine demokratische Vielfaltsgesellschaft einzusetzen. Auf den Schildern, die sie hielten war zu lesen: »Gemeinsam gegen den Antisemitismus! Gemeinsam gegen den Tabubruch! Gemeinsam gegen den Faschismus! Gemeinsam für die demokratische Gesellschaft!«

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Rabbi, führte dieser die Gruppe dann zunächst durch die Ausstellung im Foyer, wobei es unter anderem um die Verlegung von sogenannten Stolpersteinen, also kleiner im Boden verlegter Gedenktafeln, ging, als auch um die Entwicklung jüdischen Lebens in Heidelberg und Umgebung. Außerdem war die Übergabe des Schwetzinger Thora-Fragments, das die sogenannte “Reichskristallnacht”, zum Teil überdauerte, wenn es auch schwer beschädigt wurde, an die jüdische Einheitsgemeinde Thema. Dieses Fragment soll künftig Teil der Ausstellung im jüdischen Gemeindezentrum werden.

Während der Führung durch die verschiedenen Räume der Synagoge erklärte Pawelczyk-Kissin lebhaft und anschaulich jüdische Bräuche und Traditionen und erzählte von den Realitäten heutigen jüdischen Lebens. »Der Abend war nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Ich könnte Ihnen noch stundenlang zuhören,« kommentierte der Schwetzinger Stadtrat Werner Zieger. Auf besonderes Interesse stießen dabei die verschiedenen jüdischen Speiseregelungen, die der Rabbiner gerne mit viel Humor erläuterte.

Am Ende herrschte Einigkeit: Der Besuch war für beide Seiten eine Bereicherung. Gerade in Zeiten, in denen bestimmte Kräfte wieder mit antisemitischen, rassistischen und anderweitig menschenverachtenden Ideologien die Gesellschaft zu spalten versuchen, sei es wichtig, miteinander im Austausch zu stehen.

Im folgenden noch der Link zum Bericht in der Schwetzinger Zeitung vom 08.02.2020: „Gemeinsam gegen den Tabubruch“ DIE LINKE-Besuch in der Synagoge in Heidelberg als deutliches Zeichen / Rabbiner erläutert Besuchern jüdische Bräuche